Weitläufig ist die Couperose im Volksmund bekannt, aber was ist dann die Rosazea?

Manchmal liest man sogar sowohl von Couperose sowie Rosazea. Die Couperose entspricht der Rosazea, ist aber als Synonym noch nicht so bekannt wie die Couperose.

Die Rosazea ist eine weitverbreitete, chronische Hauterkrankung (ca. 3% der Bevölkerung haben diese – die Dunkelziffer liegt vermutlich höher), welche sich vorwiegend im Gesicht manifestiert. Chronisch bedeutet hierbei, dass diese Erkrankung dauerhaft vorhanden ist. Dennoch kann sie in ihrem Erscheinungsbild positiv beeinflusst werden.

Ursachen

Die Ursachen der Rosazea gelten schulmedizinisch noch als ungeklärt, allerdings können immer wieder verschiedene Faktoren / Zusammenhänge beobachtet werden, wie z.B.:

  • genetische Prädisposition
  • vaskuläre Faktoren (die Blutgefäße betreffend, wie etwa ein hoher Blutdruck, Blutstagnation oder die Tendenz verstärkt neue Gefäße zu bilden – ähnlich wie die Äste eines Baumes)
  • die Demodex Milbe, sitzt follikulär (Haarausführungsgang)
  • mikrozirkulatorische Störungen
  • freie Radikale
  • Magen-/ Darmstörungen

Die Stadien der Erkrankung

Bei der Rosazea gibt es eine Unterteilung in verschiedene Stadien (0-3), bei der sich verschiedene Symptomatiken, unterschiedlich ausgeprägt, zeigen. Nicht immer müssen alle Stadien durchlaufen werden.

Grob können die Stadien 0 und 1 in „nicht entzündlich“ und 2 sowie 3 in „entzündlich“ eingeteilt werden. Das 3te Stadium betrifft häufiger Männer als Frauen.

  • Stadium 0: periodisch flüchtiges Erythem
  • Stadium 1: persistierendes Erythem / Teleangieektasien
  • Stadium 2: Papeln, Pusteln / Ödem
  • Stadium 3: Hyperplasie des Bindegewebes / Hyperplasie der Talgdrüsen

Triggerfaktoren

Es gibt eine Reihe von Faktoren (Triggerfaktoren[1]), welche das Erscheinungsbild der Rosazea negativ beeinflussen und nach Möglichkeit reduziert werden sollten:

  • Sonne
  • heißes Wetter, Getränke, Speisen
  • scharfe Speisen / Gewürze
  • körperliche Anstrengungen
  • emotionaler Stress
  • heiße Bäder
  • Wind
  • Migräne
  • Glutamat
  • histaminreiche Kost
  • gefäßerweiternde Medikamente
  • Kortison

Behandlung

Sowohl medizinisch wie auch kosmetisch (Therapie begleitend) kann die Rosazea behandelt bzw. die Symptome positiv beeinflusst werden.

Hierbei ist allerdings eine gute Aufklärung, Absprache sowie konsequente Behandlung (auch zu Hause), zwischen Arzt/Patient bzw. Kosmetikerin, notwendig. Zu berücksichtigen sind die verschiedenen Triggerfaktoren, Ursachen, Behandlungsmaßnahmen sowie die geeignete Pflege. Gerade im Bereich der Pflege gibt es einige Dinge, die zu meiden sind.

Verfügt Ihre Kosmetikerin über ein aktuelles Fachwissen auf diesem Gebiet, steht einer gelungenen Behandlung im Institut/ zu Hause, nichts mehr im Weg.

[1] Schauber J. et al. Der Hautarzt 7/13, 481 ff; Schaller M., 7. Dermatologie Update, Wiesbaden 11/13; Jansen, th., Universität Essen, 2011